105 Häuser begraben

Erdrutsch reißt 17 Menschen in den Tod

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Jakarta - Mit bloßen Händen graben Helfer und Anwohner nach Verschütteten in Indonesien. Eine Schlammlawine hat möglicherweise Dutzende Menschen unter sich begraben.

Ein Erdrutsch hat in Indonesien mindestens 17 Menschen in den Tod gerissen. 91 weitere wurden noch vermisst, wie die Katastrophenschutzbehörde des südostasiatischen Landes am Samstag mitteilte. Die Erdmassen begruben demnach 105 Häuser und mehrere Autos unter sich. Starker Regen unterbrach die Rettungsarbeiten am Samstagnachmittag (Ortszeit).

Soldaten, Polizisten und andere Helfer suchten im Schlamm nach Überlebenden. Elf Menschen konnten schwer verletzt gerettet werden, wie Sutopo Nugroho von der Katastrophenschutzbehörde sagte. Fernsehbilder zeigten, wie Soldaten und Einwohner mit bloßen Händen versuchten, Trümmer und Geröll wegzuräumen. „Wir brauchen schweres Gerät, um die von den Erdmassen blockierte Straße wieder freizumachen“, sagte Nugroho. Retter berichteten, dass fünf der Toten in einem Minivan entdeckt wurden, der von dem Erdrutsch verschüttet wurde.

Auslöser des Unglücks im Bezirk Banjarnegara auf der Insel Java waren tagelange heftige Regenfälle. Im Jahr 2006 waren in der Region mindestens 90 Menschen gestorben, als ein Erdrutsch ein Dorf unter sich begraben hatte.

dpa

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