Weniger Verletzte als befürchtet

Erleichterung nach Kran-Unglück in Holland

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Foto: Die Aufnahme zeigt von oben die beiden Kräne, die Alphen aan den Rijn auf die Häuser gefallen sind.

Den Haag - Alles sah nach einem spektakulären, aber gekonnten Manöver mit Großkränen aus. Doch die Operation zur Einsetzung eines riesigen Fertigteils bei einer Brücken-Modernisierung endete mit einem Fiasko. Die Bürgermeisterin befürchtete deshalb das Schlimmste. Umso erleichterter ist sie jetzt.

Das spektakuläre Unglück mit zwei großen Baukränen im niederländischen Alphen aan den Rijn ist nach Angaben der Stadt glimpflicher ausgegangen als zunächst angenommen. "Obwohl wir es angesichts der Bilder kaum zu glauben wagten, scheint es keine Todesopfer gegeben zu haben", sagte BürgermeisterinLiesbeth Spies in der Nacht zum Dienstag vor Reportern.

Aus denTrümmern bargen Rettungsmannschaften einen verletzten Mann. "Die Spürhunde haben keine weiteren Personen entdeckt und es wurdeniemand als vermisst gemeldet", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Dienstag. Zunächst war noch von 20 Verletzten die Rede gewesen.

Mehrere Häuser zerstört

Am Montagnachmittag waren in der nahe Gouda (Provinz Südholland) liegenden Stadt vier Wohn- und Geschäftshäuser unter der Wucht der umstürzendenBaukräne zerstört worden. Zu dem Unglück war es während Modernisierungsarbeiten auf der Juliana-Brücke gekommen.

Die zwei Kräne sollten einen großen vorgefertigten Straßenabschnitt auf der Brückenbaustelle ablegen. Als die Baukräne mit ihrer Last einzuschwenken begannen, kippten sie jedoch um und zerstörten dabei insgesamt vier Wohn- und Geschäftshäuser. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren zur Klärung der Unglücksursache ein.

dpa

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