Schuldlos an Brechdurchfall-Epidemie

Ermittler entlasten Sodexo-Zentrale

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Foto: Sodexo ist nicht Schuld an der Brechdurchfall-Epidemie in Ostdeutschland. Die Herstellung der Erdbeeren sei ausschlaggebend, nicht die Weiterverarbeitung.

Darmstadt - Entlastung für Sodexo: Die Brechdurchfall-Epidemie an ostdeutschen Schulen ist nicht auf ein Versagen des Rüsselsheimer Kantinenlieferanten Sodexo zurückzuführen, das sagte Oberstaatsanwalt Klaus Reinhardt am Mittwoch in Darmstadt.

„Es ist kein Verschulden der Firmen-Zentrale ersichtlich.“ Die Behörde hatte Vorermittlungen eingeleitet, um den Fall zu prüfen. Für die Erkrankungen verantwortlich gemacht werden mit Noroviren verseuchte tiefgefrorene Erdbeeren aus China. Diese Ursache hänge aber mit der Herstellung der Erdbeeren zusammen, nicht mit ihrer Verarbeitung in Deutschland, sagte Reinhardt.

Bei der Epidemie waren rund 11.000 Kinder und Erwachsene in Kindergärten und Schulen erkrankt.

Sodexo hatte angekündigt, die Betroffenen mit Gutscheinen im Gesamtwert von 550.000 Euro zu entschädigen. Den ostdeutschen Kantinen sollte zudem zwei Tage gratis Essen geliefert werden. Das Robert Koch-Institut in Berlin hatte die Epidemie Anfang Oktober als die bisher größte lebensmittelbedingte Krankheitswelle in Deutschland bezeichnet.

dpa/sag

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