Göttingen

Erneuter Fall von Schweinegrippe

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Göttingen - In Göttingen ist erneut ein Fall von Schweinegrippe aufgetreten. Eine 53-jährige Patientin, die seit Sonntag mit schweren Grippesymptomen in der Göttinger Universitätsmedizin behandelt wird, ist mit dem Schweinegrippe-Virus H1N1 infiziert.

Dies hätten Laboruntersuchungen ergeben, bestätigte am Donnerstag Sprecher Stefan Weller. Der Gesundheitszustand der 53-Jährigen sei zunächst kritisch gewesen, habe sich aber inzwischen stabilisiert. Die aus Südniedersachsen stammende Patientin liege wegen der Ansteckungsgefahr weiterhin abgeschirmt auf einer Intensivstation.

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, wo sich die 53-Jährige angesteckt haben könnte. „Nach unseren Informationen ist sie nicht im Ausland gewesen“, sagte Weller. Im Uni-Klinikum geht man von einem Einzelfall aus. Weitere Erkrankungen seien bislang nicht bekannt geworden. Vorsorglich seien die behandelnden Mitarbeiter mit dem Grippeschutzmittel Tamiflu geimpft worden.

Eine größere Grippewelle hat es in diesem Winter nicht gegeben. Nach Angaben des Sozialministeriums in Hannover sind seit Oktober 2013 insgesamt 219 bestätigte Influenzafälle gemeldet worden. In etwa 90 Prozent der Fälle sei das Influenza-A-Virus der Krankheitserreger gewesen, bei einem Drittel dieser Fälle habe es sich um Infektionen vom Typ H1N1 gehandelt.

Im Winter 2010/2011 waren in Göttingen drei Patienten an der sogenannten Schweinegrippe gestorben. Mediziner raten dazu, bei typischen Grippesymptomen wie Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Husten vorsorglich einen Arzt aufzusuchen.

pid

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