60 Jahre Harzer Schmalspurbahnen

Und ewig dampft die „Brockenlok“

+
Foto: Wie aus einem Märchen – oder aus einem der Harry-Potter-Filme: eine „Brockenlok“ unterwegs im Harz.

Wernigerode - Schnaufende Dampflokomotiven sind ein Aushängeschild der Urlaubsregion Harz. Vor allem die wuchtigen „Brockenloks“ haben viele Fans. Jetzt gibt es einen besonderen Grund zum Feiern.

Jubiläum bei den Harzer Schmalspurbahnen: Vor 60 Jahren traf die erste der besonders leistungsstarken „Brockenloks“ aus dem VEB Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg zum Einsatz in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge ein. Daran soll mit mehreren Foto-Sonderfahrten und einer Ausstellung erinnert werden, wie die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) GmbH in Wernigerode mitteilte.

Die wuchtigen, dampfenden Kolosse seien ein beliebtes Motiv bei Bahnfans und Touristen. Am 18./19. April, 16./17. Mai und 13./14. Juni sollen die Ungetüme auf den Strecken der Harzquer-, Brocken- und Selketalbahn für Fotos posieren.

Wuchtige Loks

Als Ende Januar 1955 die ersten Maschinen der Serie in Wernigerode eintrafen, gehörten sie zu den letzten in Deutschland gebauten Dampflokomotiven. Den Begriff „Brockenlok“ habe das Technische Zentralamt der Deutschen Reichsbahn geprägt. Nach Anpassungen der Gleise an das hohe Gewicht der Loks erfolgten Ende 1956 erste Einsätze.

Eine „Brockenlok“ der Baureihe 99.723-724 wiegt den Angaben zufolge 61 Tonnen und bringt 700 PS auf die Schiene. Mit 17 Exemplaren macht der Typ zahlenmäßig den größten Anteil am aktuell 25 Maschinen umfassenden Dampflokbestand der HSB aus. 10 der 17 Loks seien zwischen 2004 und 2012 umfassend ertüchtigt worden. Das HSB-Streckennetz im Harz ist 140,4 Kilometer lang, die Spurbreite beträgt einen Meter. Es ist das längste zusammenhängende Schmalspurstreckennetz Deutschlands.

lni

Kommentare