Obuktionen geplant

Experten suchen Ursache nach tödlicher Flugzeug-Kollision

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Bei der Kollision der Flugzeuge sind am Sonnabend acht Menschen ums Leben gekommen.

Wölfersheim/Gießen - Nach der Kollision zweier Kleinflugzeuge in Hessen wollen die Ermittler mit Obduktionen der acht Todesopfer neue Erkenntnisse gewinnen. Unter den Toten sind auch vier Kinder. Die Katastrophe hatte sich am Sonnabend rund 30 Kilometer nördlich von Frankfurt nahe Wölfersheim ereignet.

Bei einem der schwersten Flugzeug-Unglücke der vergangenen Jahre in Deutschland waren die beiden Maschinen nach der Kollision in der Luft abgestürzt. Auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig ist eingeschaltet.

Während der Nacht zum Sonntag standen die Ermittler vor einem Rätsel: Die Ursache des Unglücks blieb zunächst unklar. Die Dunkelheit erschwerte die Untersuchungen. Zusammenstöße zweier Flugzeuge sind höchst selten. Die Bürger der umliegenden Gemeinden zeigten sich erschüttert.

Laut Polizei hatten vermutlich fünf Todesopfer in einem und drei im anderen Flugzeug gesessen. Die Kinder verteilten sich wohl auf beide Maschinen. „Es ist ein schreckliches Bild, das sich hier den Einsatzkräften bietet“, sagte der Landrat des Wetteraukreises, Joachim Arnold, an der Absturzstelle. Die Trümmer lagen über mehrere hundert Meter auf einem Feld nahe dem Ortsteil Melbach verstreut.

dpa

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