Neue Betrugsmasche?

Falscher Polizist fliegt wegen Alkoholfahne auf

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Foto: So sieht das Original aus: Die Leuchtschrift "Bitte Folgen" in einem Polizeiwagen

Peine - Das Equipment war professionell, die Vorgehensweise amateurhaft: Ein falscher Polizist hat bei einer vorgetäuschten Verkehrskontrolle bei Peine versucht, Geld von einer 18-jährigen Autofahrerin zu ergaunern. Wegen seiner Alkoholfahne flog der Täter auf.

Ein falscher Polizist hat sich bei einer angeblichen Verkehrskontrolle durch seine Alkoholfahne verraten. Der Mann hatte an der Heckscheibe seines Wagens eine Leuchtschrift mit "Bitte Folgen" angebracht und in der Nacht zum Donnerstag nahe Peine eine 18-Jährige angehalten, wie die Polizei mitteilte. Eine Woche zuvor war es im Landkreis Gifhorn zu einem ähnlichen Fall gekommen. Laut Landeskriminalamt gibt es aber keine Häufung dieser Masche. Der vermutlich zwischen 40 und 50 Jahre alte Täter gab sich als Polizeibeamter aus und wollte wegen angeblicher Raserei 80 Euro kassieren. Der jungen Frau kamen aber wegen eines starken Alkoholgeruchs Zweifel und sie verlangte nach einem Dienstausweis. Daraufhin ergriff der Mann die Flucht.

Betrüger auch in Wittingen unterwegs

Eine Woche zuvor war es inWittingen (Landkreis Gifhorn) zu einem ähnlichen Betrugsversuch gekommen. Zwei junge Männer hielten eine 19-Jährige mit einer Polizeikelle an und forderten für angebliche Ausstattungsmängel am Wagen 30Euro in bar, wie die Polizei Gifhorn mitteilte. Die Frau hatte aber zu wenig Geld dabei.

Falsche Polizisten, die Autos anhalten, tauchten hin und wieder auf, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts in Hannover. Besonders häufig sei die Betrugsmasche aber nicht. "Da haben wir keinen Anstieg niedersachsenweit." Im Zweifel solle man sich die Echtheit des Beamten per Telefon von der örtlichen Polizeidienststelle bestätigen lassen.

Die beiden Betrüger in Wittingen trugen Hemden mit dem Schriftzug "Polizei" und Einsatzgürtel ohne Waffen, aber mit Handschuhen und Schlagstock. Außerdem hatten sie gefälschte Dienstausweise bei sich. Die Gifhorner Polizei bekräftigte, dass echte Polizisten kein Bargeld kassieren und grundsätzlich eine Dienstpistole dabei haben.

dpa

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