Alexanderplatz in Berlin

Fast acht Jahre Haft nach Messerattacke

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Foto: Blumen liegen in Berlin am Tatort einer tödlich verlaufenden Messerstecherei.

Berlin - Rund ein halbes Jahr nach einem tödlichen Messerangriff am Berliner Alexanderplatz hat das Landgericht in der Hauptstadt den Täter zu sieben Jahren und acht Monaten Jugendhaft verurteilt. Der 19-Jährige sei des Totschlags schuldig, hieß es am Montag im Urteil.

Der damals 18-jährige Angreifer hatte dem 30 Jahre alten Opfer im August 2014 ein langes Messer in die Herzgegend gerammt. Der Bademeister verblutete. Zuvor hatte der 30-Jährige einen Streit schlichten wollen, den der unter Drogen stehende Jugendliche mit einer ihm fremden Frau gesucht hatte. Der heute 19-Jährige hatte im Prozess den Stich zugegeben. Zugleich erklärte er, er habe nicht töten wollen. Seine Anwältin hatte sein Geständnis verlesen. Das Gericht entsprach nicht dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die auf Mord plädiert und neun Jahre Haft gefordert hatte. Mit dem Strafmaß gingen die Richter aber über den Antrag der Verteidigung hinaus, die wegen Totschlags maximal sechs Jahren Haft beantragt hatte. Rund um den Alexanderplatz kommt es immer wieder zu brutaler Gewalt. 2012 wurde in der Nähe des Platzes im Zentrum der Hauptstadt der 20-jährige Jonny K. niedergeprügelt. Er starb wenig später an Gehirnblutungen. Sein Tod hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

dpa

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