Panne bei Bauarbeiten am Emstunnel

Feuerwehr pumpt eine Million Liter Wasser ab

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Foto: Mit Hilfe einer Pumpe und einer Schlauchleitung der Feuerwehr wird das durch ein Leck im Emstunnels bei Leer (Niedersachsen) hereinströmende Flusswasser wieder aus dem Tunnel geleitet.

Leer - Nach einer Panne bei Bauarbeiten hat die Feuerwehr am Wochenende mehr als eine Million Liter Flusswasser aus dem Emstunnel bei Leer gepumpt. Seit Freitagmittag war das Wasser durch ein Bohrloch in die Südröhre des Tunnels getreten.

Die Außenhaut war bei Sanierungsarbeiten beschädigt worden. "Jemand hat zu tief gebohrt und ist auf Wasser gestoßen", sagte am Sonntag ein Polizeisprecher in Leer. Zwei Bauunternehmen versuchten vergeblich, das fünf Zentimeter große Leck abzudichten. Jeweils rund fünf Feuerwehrkräfte pumpten das Wasser im Schichtbetrieb aus dem Tunnel. "Wenn wir die Pumpe ausschalten, läuft in fünf Minuten die Straße voll", sagte ein Sprecher der Kreisfeuerwehr Leer. Mit dem Wasser wurden auch beträchtliche Mengen Sand aus der Ems in den Tunnel gespült.

"Es ist möglich, dass sich Tunnelelemente verschieben oder absacken. Das ist der eigentlich kritische Punkt", sagte der Feuerwehrsprecher. Zwar bestehe keine Einsturzgefahr, allerdings könne der Sandverlust die weiteren Sanierungsarbeiten erschweren. Der 945 Meter lange Tunnel war nach Angaben der Polizei trotz des einströmenden Wassers in beide Richtungen befahrbar, wegen der Sanierungsarbeiten aber jeweils nur einspurig. Nur am Freitag sei die Südröhre kurzfristig gesperrt worden. Am Montag soll das Leck abgedichtet werden. Der Tunnel unterquert die Ems und ist Teil der Autobahn 31.

dpa

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