Frankfurter Zoo

Flamingos fielen Fuchs zum Opfer

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Foto: Ein toter Flamingo liegt im Hessischen Landeslabor in Gießen auf einem Tisch.

Frankfurt/Main - Kein Mensch hat die hübschen rosa Flamingos im Frankfurter Zoo grausam umgebracht. Der Übeltäter war ein Fuchs. Zoodirektor Niekisch ist erleichtert.

Für den Tod von 15 Flamingos im Frankfurter Zoo ist ein Fuchs verantwortlich. Dies habe die Untersuchung der toten Vögel zweifelsfrei ergeben, sagte Zoodirektor Manfred Niekisch am Dienstag. Immer wieder seien Füchse im Zoo unterwegs, ob diesmal mehrere beteiligt waren, lasse sich nicht sagen. "Bei aller Betroffenheit über den Verlust der Vögel bin ich erleichtert, denn der Schutz vor Füchsen ist leichter als vor Vandalen", sagte Niekisch.

Es werden nun Fallen aufgestellt. Die Flamingos waren in zwei Nächten der vergangenen Woche getötet worden. Einigen waren die Köpfe abgetrennt worden. Es war nicht ausgeschlossen worden, dass ein Mensch dafür verantwortlich ist. Aber die zunächst für Stiche gehaltenen Verletzungen der Tiere seien eindeutig Bisse, berichtete Niekisch. Im hessischen Landeslabor in Gießen waren die Kadaver untersucht worden.

Die Geschicklichkeit eines geborenen Jägers wie des Fuchses sei nicht zu unterschätzen, teilte der Zoo mit. Weder der reguläre Wachdienst noch die Polizei, die den Zoo in der zweiten Tatnacht überwachte, hätten zunächst einen erneuten Angriff auf die Flamingos verhindern können. In der Nacht zum Samstag habe die Polizei schließlich einen Fuchs an der Flamingo-Lagune entdeckt und verjagt - allerdings erst, nachdem er Tiere getötet hatte.

Ohne die Intervention der Polizei wäre der Schaden nach Einschätzung des Zoos aber möglicherweise noch größer gewesen. In der nächsten Zeit verbringen die restlichen 23 Flamingos die Nächte in einem Stall, für Füchse werden Lebendfallen aufgestellt. Zusätzlich soll ein Elektrozaun um das Flamingo-Gelände gezogen und nachts eingeschaltet werden. Einen festen Zaun soll es auch künftig nicht geben. Flamingos sind besonders ruhig und wehrlos - nachts stehen sie regungslos auf einer Stelle, deshalb hatte der Fuchs leichtes Spiel.

dpa

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