Sie arbeiteten im Gefängnis

Fluchthelfer von "El Chapo" angeklagt

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Foto: Auf diesem Foto vom Februar 2014 hat das mexikanische Militär den Drogenboss "El Chapo" noch fest im Griff.

Mexiko-Stadt - Es war eine spektakuläre Flucht: Durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel konnte Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán im Juni aus einem Hochsicherheitsgefängnis entkommen. Jetzt hat die mexikanische Justiz Anklage gegen vier Gefängnismitarbeiter erhoben.

Ein Bundesrichter ordnete am Montag die Verhaftung der Mitarbeiter an. Ihnen wird vorgeworfen, die Flucht Guzmáns nicht gemeldet zu haben, heißt es in einer Erklärung der Justizbehörde in Mexiko-Stadt. Der Chef des Sinaloa-Kartells war am 11. Juni aus einem Hochsicherheitsgefängnis im Zentrum Mexikos entkommen.

Er nutzte einen 1,5 Kilometer langen Tunnel, der aus der Dusche seiner Zelle in ein Haus in der Umgebung führte. Bislang gibt es insgesamt sieben Anklagen in dem Fall. Dieser hat die verbreitete Korruption und den weitreichenden Einfluss der mexikanischen Verbrechersyndikate in den Fokus gerückt.

dpa

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