Endstation Osnabrück

Flüchtling fährt kilometerweit auf Zugkupplung

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Foto: Heimlich auf einem Zug mitgefahren ist ein Flüchtling bis Osnabrück.

Osnabrück - Auf der hinteren Kupplung eines Regionalzuges ist ein 25-Jähriger mindestens sieben Kilometer weit durch Niedersachsen gefahren. Eine Bahnmitarbeiterin entdeckte den Asylbewerber bei der Einfahrt des Zuges aus Bremen im Bahnhof Osnabrück-Altstadt. Wie lange er mitfuhr, ist noch nicht bekannt.

Vor den alarmierten Beamten floh der Mann nach Angaben der Polizei über die Gleise und sprang von dort auf das Flachdach und einen Stehtisch einer Bäckerei. Mit leichten Beinverletzungen wurde er festgenommen. „Wie sich die Umstände darstellen, ist der Mann auf den Zug aufgesprungen, um mitzufahren“, sagte Polizeisprecher Ralf Löning. Es handele sich wohl nicht um einen leichtsinnigen Fall von Bahn-Surfen.

Ob der Mann beim vorherigen Halt in Halen sieben Minuten früher auf den Zug geklettert ist oder schon mehrere Bahnhöfe früher, ist für die Polizei noch unklar. Wegen sprachlicher Probleme konnte sie den Flüchtling noch nicht befragen, der zur Versorgung zunächst ins Krankenhaus kam. Drei Halte vorher in Bramsche befindet sich eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge - von dort wären es 15 Minuten Fahrt auf der Zugkupplung bis Osnabrück gewesen.

dpa/sag

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