Eigentümer abgetaucht

Flughafen Lübeck meldet Insolvenz an

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Lübeck - Der Eigentümer ist abgetaucht, Schulden und Löhne wurden nicht bezahlt: Am Flughafen in Lübeck herrscht Chaos. Nun soll sich ein Notgeschäftsführer um den Airport kümmern. Er hat jetzt Insolvenz beantragt.

Der Lübecker Flughafen Blankensee hat Insolvenz beantragt. Das Gericht habe am Mittwoch die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und einen vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt, sagte eine Sprecherin des Lübecker Amtsgerichts.

Den Antrag auf Insolvenz hat der Notgeschäftsführer Siegmar Weegen gestellt. Weegen war bis Januar für das operative Geschäft des Flughafens verantwortlich gewesen, hatte sich aber eigentlich aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen.

Ein Notgeschäftsführer kann eingesetzt werden, wenn der eigentliche Geschäftsführer nicht greifbar ist. Dies ist in Lübeck der Fall. Sowohl der ausgeschiedene Alt-Eigentümer als auch der neue Eigentümer sind abgetaucht. "Trotz verschiedener Versuche von verschiedener Seite - Stadt, Land, Mitarbeiter - gibt es weder zum ausgeschiedenen Alt-Eigentümer noch zu den neuen Eigentümern irgend einen Kontakt", sagte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) am Mittwoch der dpa. Briefe seien als "unzustellbar" zurückgekommen.

Aus Mieten und Pachten schulde die Flughafenbetriebsgesellschaft "Yasmina" der Stadt etwa 189.000 Euro. Zudem warten die 100 Flughafenmitarbeiter seit dem 15. April auf ihren Lohn für diesen Monat, wie eine Flughafensprecherin sagte. Die Märzgehälter wurden auch verspätet gezahlt.

2012 reisten 171 000 Passagiere von dem Regionalflughafen nach Spanien, Italien, Polen, Schweden und die Ukraine.

dpa/rah

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