Nörten-Hardenberg

Forscher wollen eine der ältesten Kirchen des Landes ausgraben

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In Nörten-Hardenberg wollen Forscher eine der ältesten Kirchen des Landes ausgraben.

Nörten-Hardenberg - Die Landkreisverwaltung in Northeim plant eine der ältesten Kirchen des Landes in Nörten-Hardenberg auszugraben. Das historische Kirchenbauwerk wurde wahrscheinlich Mitte des 8. Jahrhundert errichtet.

In Nörten-Hardenberg bei Northeim ruhen vermutlich die Reste einer der ältesten Kirchen Niedersachsens im Boden. Es gebe Hinweise darauf, dass sich unter dem Stiftsplatz Überbleibsel der Pfarrkirche St. Martin befinden, die wahrscheinlich Mitte des 8. Jahrhundert errichtet wurde, sagte der Denkmalpfleger des Bistums Hildesheim, Stefan Amt. Das Gotteshaus wäre damit noch deutlich älter als der auf das Jahr 815 datierte Hildesheimer Dom.

Bei der Landkreisverwaltung in Northeim gebe es bereits Planungen, zumindest Teile des historischen Kirchenbauwerks auszugraben, sagte Kreisarchäologin Petra Lönne. „Wir bereiten derzeit Probegrabungen vor“. Dabei könnten die Archäologen außer auf St. Martin unter dem Stiftsplatz noch auf ein weiteres Gotteshaus stoßen.

Dort habe bis in das späte Mittelalter hinein die Kirche des 1055 gegründeten Stifts gestanden, sagte Bistums-Denkmalpfleger Amt. Bei einer sogenannten Geo-Prospektion sind die Forscher zu Beginn dieses Jahres mit Hilfe von Boden-Radar bereits auf Spuren dieser Kirche gestoßen.

Amt vermutet, dass der Stiftsplatz zu einer von Deutschlands „Supergrabungen“ werden könnte. Für die archäologischen Arbeiten sei eine gewisse Eile geboten. Denn die Gemeinde Nörten-Hardenberg möchte das Areal umgestalten. Der Stiftsplatz gehört jeweils etwa zur Hälfte der Kommune und der katholischen Kirche.

dpa

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