Mord an Journalistin

Französische Fotojournalistin getötet

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Dieses Bild von Camille Lepage wurde am 21. Feburar in der Zentralafrikanischen Republik aufgenommen.

Nairobi - In der Zentralafrikanischen Republik ist die französische Fotojournalistin Camille Lepage getötet worden. Sie geriet vermutlich in Gefechte.

Wie der französische Auslandssender RFI am Dienstagabend berichtete, fanden Soldaten der französischen Eingreiftruppe Sangaris die Leiche der 26-Jährigen in einem Pick Up von Kämpfern der christlichen Anti-Balaka-Miliz. Die französische Regierung bestätigte den Tod der jungen Frau. Da Außenministerium kündigte Ermittlungen an. Lepage berichtete seit einigen Monaten aus dem Krisenstaat.

Die Soldaten hatten das Fahrzeug an einem Kontrollpunkt bei Bouar im äußersten Westen des Landes gestoppt. Die Leiche der Fotojournalistin war eine von fünf auf der Ladefläche. Die Milizionäre der Anti-Balaka wurden festgenommen und für Verhöre in die Hauptstadt Bangui gebracht.

Wie die BBC am Dienstag berichtete, soll Lepage in der Nähe der Grenze zu Kamerun zwischen Gefechte geraten sein. In ihrem letzten Twitter-Eintrag schrieb sie vor rund einer Woche, sie wolle mit Kämpfern der Anti-Balaka auf Motorrädern in ein Gebiet im Südwesten des Landes fahren, rund 120 Kilometer von der Stadt Berbérati entfernt. Dort seien seit März rund 150 Menschen von Mitgliedern der überwiegend muslimischen Ex-Rebellenkoalition Seleka getötet worden.

Die Sicherheitslage in dem Land hat sich in den vergangenen Wochen weiter verschlechtert. Die Gewalt eskaliert seit einem Militärputsch im März 2013. Die Hälfte der Bevölkerung, etwa 2,2 Millionen Menschen, sind von humanitärer Hilfe abhängig. Die Vereinten Nationen und Menschenrechtsorganisationen warnen seit Monaten vor ethnischen Säuberungen im Land.

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