Autobahnbau

Französischer Konzern will A 20 fertig bauen

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Foto: Der französische Konzern Vinci will in Norddeutschland die Autobahn A20 innerhalb von fünf Jahren einschließlich einer neuen Elbquerung fertigbauen.

Hannover - Der französische Konzern Vinci will in Norddeutschland die Autobahn A20 innerhalb von fünf Jahren einschließlich einer neuen Elbquerung fertig bauen. Dafür will das Unternehmen Maut kassieren. Vertreter des Konzerns hätten ihre Ideen am Montag in Kiel vorgestellt, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums am Donnerstag.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD)sprach von einem interessanten Vorschlag für die Strecke zwischen Bad Segeberg und Bremerhaven. Allerdings müssten für eine Realisierung Bundesgesetze geändert werden. Notwendig sei auch, dass der Bund die Finanzierung zur Hälfte übernehme.

Meyer verwies auch auf fehlendes Planungsrecht. Für alle Abschnitte westlich der A7 einschließlich der Elbquerung solle bis Ende 2014 Planungsrecht geschaffen werden. „Und dann muss man auch Baurecht haben.“ Es gebe viele Hinweise, dass gegen Planfeststellungsbeschlüsse für den Autobahnbau geklagt werde.

Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete in seiner Donnerstagausgabe über die Vorschläge. Bund und Vinci würden sich die Gesamtkosten von zwei Milliarden Euro teilen. Das Unternehmen wolle dafür einen großen Teil der LKW-Maut in den nächsten 50 Jahren haben.

dpa

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