Schleswig-Holstein

Frau aus Husum gesteht Tötung von fünf Babys

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Mehr als fünf Jahre nach dem Fund zweier Babyleichen in Schleswig-Holstein sind die Taten aufgeklärt.

Flensburg - Die Babyleichenfunde liegen Jahre zurück - jetzt sind die Kindstötungen in Schleswig-Holstein aufgeklärt worden. Die 28-jährige Mutter aus dem Raum Husum hat gestanden, seit 2006 ihre fünf Kinder umgebracht zu haben.

Die Frau habe Angst gehabt, von ihrem Mann verlassen zu werden, sagte Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt am Donnerstag in Flensburg zum Motiv der Frau.

Die 28-Jährige aus Nordfriesland hat jahrelang Leichen von drei ihrer Babys im Keller aufbewahrt, zwei weitere hatte sie weit weg von ihrem Wohnhaus versteckt. Die Frau räumte nach einer Speichelprobe ein, fünf Babys getötet zu haben, wie die Flensburger Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag bekannt gaben.

Zwei der Leichen waren bereits 2006 und 2007 im Kreis Nordfriesland und im Kreis Schleswig-Flensburg gefunden worden, unter anderem auf einem Parkplatz an einer Bundesstraße. Von den anderen drei toten Kindern wusste die Polizei zunächst nichts. Die aus dem Großraum Husum stammende Mutter stellte sich den Behörden am Dienstag in Flensburg. Ihr Ehemann, mit dem sie zwei Kinder im Alter von acht und zehn Jahren habe, habe keine Kinder mehr gewollt, beschrieb sie den Beamten ihr Motiv.

Der Ehemann will von den Taten nichts gewusst haben, gegen ihn wird nicht ermittelt. Die Frau sitzt in Lübeck wegen fünffachen Totschlags in Untersuchungshaft.

dapd/dpa/kas

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