Kampf gegen mexikanische Drogenkartelle

Führender Drogen-Boss vermutlich tot

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Foto: Die Hinweise auf den Tod von Heriberte Lazcano verdichten sich.

Mexiko-Stadt - In Mexiko melden die Behörden einen Erfolg im Kampf gegen den Drogenhandel. Hinweisen der Behörden zufolge ist der Boss der Los Zetas, eines der brutalsten Drogenkartelle, tot.

Mexikanische Sicherheitskräfte haben nach Behördenangaben möglicherweise den Boss des Drogenkartells Los Zetas, Heriberto Lazcano, getötet. Auf ihn war ein Kopfgeld ausgesetzt.

Die Marine teilte am Montagabend mit, es gebe nach einer Untersuchung Hinweise, dass „El Lazca“ einer von zwei Männern sei, die am Sonntag bei einer Schießerei mit Marinesoldaten im Bundesstaat Coahuila starben. Lazcano war einer der meistgesuchten Kriminellen des Landes. Nach der Schießerei in Progreso im Norden Mexikos hatten die Behörden forensische Tests gemacht, um die Identität der Toten zu klären.

Auf den seit langem gesuchten Boss und Gründer des Zeta-Kartells hat die Generalstaatsanwaltschaft in Mexiko ein Kopfgeld in Millionenhöhe ausgesetzt. Die Los Zetas hatten sich aus einer Gruppe von Militärs gebildet, die zunächst als bewaffneter Arm des Golfkartells rivalisierende Gruppierungen bekriegten.

Vor einigen Jahren spalteten sie sich von dem Kartell ab, das sie seither bekämpfen. Sie stiegen als eigenständiges Kartell ins Drogengeschäft ein. Mittlerweile haben sie ihren Einfluss über den gesamten Osten Mexikos bis nach Guatemala und in andere Länder Mittelamerikas ausgedehnt.

dpa

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