Angriff auch Zechkumpanen

Fünf Jahre Haft für Messerstich ins Herz

Göttingen - Weil er einen Zechkumpanen mit einem Messerstich ins Herz getötet hat, muss ein Frührentner aus Göttingen für fünf Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Göttingen sprach den 56-Jährigen am Donnerstag des Totschlags in einem minder schweren Fall schuldig.

Der 56-Jährige hatte zugegeben, seinen 41 Jahre alten Nachbarn in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag 2012 getötet zu haben. Sie hatten zuvor tagelang gemeinsam Alkohol getrunken. Zur Tatzeit hatten beide Männer mehr als drei Promille Alkohol im Blut.Das Gericht folgte mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte dreieinhalb Jahre Haft gefordert. Grundlage des Urteils war laut Gericht das umfassende und schlüssige Geständnis des alkohol- und medikamentenabhängigenTäters.

Das Opfer habe ihn unaufhörlich mit Schimpfworten beleidigt, sagte der Angeklagte. Irgendwann habe er dann zum Messer gegriffen. Weil die Beschimpfungen nicht aufhörten, habe er zugestochen - mit großer Wucht, wie das Gericht feststellte. Die mehr als 20 Zentimeter lange Messerklinge traf ins Herz des Opfers. Nach der Tat, die nach Überzeugung des Gerichts nicht geplant war, ließ der Frührentner den Toten noch zehn Tage lang in seiner Wohnung liegen. Erst dann informierte er die Polizei.

dpa

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