Hagen/Dortmund

Fünf Tote bei Unfall mit Geisterfahrer

Meschede/Dortmund - Vier Menschen saßen in dem Auto, das in der Nacht zum Sonntag im Sauerland mit dem Wagen eines Geisterfahrers zusammengestoßen ist. Der Polizei bot sich am Unfallort ein Bild des Grauens.

Ein Geisterfahrer hat auf einer Autobahn im Sauerland einen Unfall mit fünf Todesopfern verursacht. Er prallte am Sonntagmorgen mit seinem Wagen auf der A 46 bei Meschede gegen ein entgegenkommendes Auto, in dem vier Menschen saßen. Sein Fahrzeug ging sofort in Flammen auf. Der Unfallverursacher verbrannte in dem Wrack. Vier Unfallopfer starben bei dem schweren Frontalaufprall, wie die Polizei in Dortmund berichtete. Sie korrigierte damit erste Angaben, wonach beide Wracks brannten.

Polizei und Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot aus. Die Bergung der Toten gestaltete sich zunächst schwierig. „Die Situation am Unfallort ist unübersichtlich“, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Klar sei, dass der Geisterfahrer alleine in seinem Wagen gesessen habe. In dem zweiten Auto waren drei Frauen und ein Mann. Drei der vier Opfer waren sofort tot, eine Frau starb im Krankenhaus. Vor der Benachrichtigung der Angehörigen wollte die Polizei noch keine Angaben zur Identität der Opfer machen.

Die Bergung werde wahrscheinlich noch bis zum Mittag dauern, hieß es. Die A 46 in Richtung Hagen wurde komplett gesperrt. Details zum Unfallhergang konnte der Sprecher zunächst nicht nennen.

Mit dem jüngsten Unfall steigt die Opferzahl bei Geisterfahrer-Crashs allein in diesem Oktober auf zwölf. Erst vergangenen Montag waren ein Vater und seine beiden kleinen Kinder beim Zusammenstoß mit einem Geisterfahrer auf der A1 in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen. Anfang des Monats starben eine 31-jährige Mutter und ihre beiden Töchter sowie ein entgegenkommender Autofahrer auf der Autobahn 73 bei Bamberg in Bayern.

dpa

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