Zehn Feuerwehrleute verletzt

Gasbetriebenes Auto explodiert nach Unfall

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Das ausgebrannte Wrack lässt nur erahnen, wie stark die Explosion gewesen sein muss.

Rohlstorf - Dramatischer Unfall im Kreis Segeberg: Ein gasbetriebenes Auto steht nach einem Unfall in Flammen. Als die Feuerwehr löschen will, gibt es plötzlich eine Explosion mit schlimmen Folgen. Zehn Einsatzkräfte werden verletzt, fünf von ihnen schwer.

Bei einem Verkehrsunfall und einer anschließenden Explosion sind am Freitag in Rohlstorf im Kreis Segeberg ein Autofahrer getötet und zehn Feuerwehrleute verletzt worden. Ein mit Gas betriebenes Auto war gegen einen Baum geprallt, in Flammen aufgegangen und kurz darauf explodiert. Der 53 Jahre alte Autofahrer starb an der Unfallstelle. Zehn Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr wurden bei der Explosion verletzt, fünf von ihnen schwer.

Als zwei Freiwillige Feuerwehren aus der Umgebung kurz nach dem Unfall eintrafen, habe das Auto bereits in voller Ausdehnung gebrannt, sagte eine Feuerwehrsprecherin. Deshalb habe der Fahrer nicht mehr aus dem Fahrzeug befreit werden können und sei am Unfallort gestorben.

Während der Löscharbeiten explodierte das Fahrzeug plötzlich. Dabei wurden zehn in der Nähe stehende Feuerwehrleute verletzt. Sie wurden nach Angaben einer Sprecherin mit Brandverletzungen in Kliniken in Lübeck und Hamburg geflogen. Wie die „Lübecker Nachrichten“ in ihrer Onlineausgabe berichteten, bestand jedoch für keinen der Verletzten Lebensgefahr. Deren Angehörige sowie die unverletzten Feuerwehrleute wurden nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes von Seelsorgern und Psychologen betreut.

Schleswig-Holsteins Innenstaatssekretär Bernd Küpperbusch reagierte bestürzt auf den Unfall. Es sei tragisch, dass Feuerwehrkameraden mit ihrer Hilfsbereitschaft bei einem Verkehrsunfall selbst Opfer der schrecklichen Gasexplosion geworden seien, sagte er. Auch im Namen von Innenminister Andreas Breitner (SPD), der sich im Urlaub befinde, wünschte er den Verletzten rasche Genesung. „Ich danke allen Feuerwehrleuten, Rettungskräften und Polizeibeamten auch im Namen der Landesregierung für deren Bereitschaft, mit ihrem Einsatz das Leben anderer Menschen zu retten“, sagte Küppersbusch.

Noch ist unklar, wie es genau zu dem Unfall gekommen ist und was die Explosion ausgelöst hat. Auch wenn ein Zusamenhang zwischen dem Brand, dem Gasantrieb und der Explosion wahrscheinlich sei, stehe er noch nicht fest, sagte Polizeisprecherin Sabine Zurlo. „Wir müssen die Erkenntnisse der Sachverständigen und das Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchung abwarten“, sagte sie. Fest steht bislang nur, dass der 53 Jahre alte Fahrer des Unfallwagens am Morgen auf der Kreisstraße 56 in Richtung B432 unterwegs war, im Ort Rohlstorf von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte.

dpa

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