Hildesheim

Gefährliche Falle aus Angelschnur gespannt

Hildesheim - In der Nacht zum Mittwoch spannten Unbekannte in mehreren Straßen Angelschnüre. Insgesamt zwei Kilometer zog sich der Nylonfaden durch die Straßen. Motorrad- und Fahrradfahrer hätten gefährlich verletzt werden können.

Einen gefährlichen Streich haben sich Unbekannte in Hildesheim einfallen lassen. In der Nacht zum Mittwoch spannten sie in mehreren Straßen Angelschnüre. Ein Pärchen wurde auf die Stolperfalle aufmerksam, als es durch die Schnur zu Fall kam. Die beiden alarmierten die Polizei.

Insgesamt zwei Kilometer zog sich der Nylonfaden durch die Straßen. Das Perfide dabei: Die Täter hatten die handelsübliche Angelschnur in wechselnden Höhen von 30 Zentimetern, einem Meter und in Kopfhöhe um Laternen, Schildermasten und Gartenzäune gewickelt. Dabei verlief die Schnur quer und diagonal über Fahrbahnen und Fußwege.

„Tückisch an Angelschnüren ist, dass sie in der Dunkelheit nicht sichtbar und sehr zugfest sind“, sagte Polizeisprecher Ansgar Günther. Die von den Tätern verwandte Schnur habe 0,5 Millimeter Durchmesser und eine Tragkraft von gut 16 Kilogramm, was auch für Motorradfahrer und Radfahrer gefährlich werde. „Als einen Scherz kann man diese Aktion nicht mehr bezeichnen“, betonte Günther. „Den Tätern musste klar sein, dass sie schwere Unfälle verursachen können.“ Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Der Fall erinnert an eine Straftat im Dezember 2007. Seinerzeit hatte ein Unbekannter einen Draht in Kopfhöhe quer über den Radweg gespannt. Auch damals wurde niemand verletzt.

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