Polizeikontrollen werden fortgesetzt

Gefahrengebiet in Hamburg bleibt bestehen

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Foto: Zur "vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten" hat die Polizei in mehreren Hamburger Stadtteilen ein Gefahrengebiet eingerichtet.

Hamburg - Das umstrittene Gefahrengebiet in mehreren Hamburger Stadtteilen bleibt trotz der ruhig verlaufenen Nacht zum Dienstag bestehen. "Es muss langfristig zu erkennen sein, dass sich etwas tut", sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag

Wie lange die Polizei noch in Teilen von St. Pauli, Altona und dem Schanzenviertel verdachtsunabhängig jeden Bürger kontrollieren kann, stehe nicht fest.

"Wir bewerten das jeden Tag neu." Im Moment würden die Kontrollen beibehalten. Das Gefahrengebiet war am Samstagmorgen eingerichtet worden, nachdem Polizisten angegriffen und teilweise schwer verletzt worden waren. Der Innenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hatte bis in den späten Montagabend hinein erstmals versucht, die vorweihnachtlichen Krawalle politisch aufzuarbeiten. Innensenator Michael Neumann (SPD) verteidigte dabei das Vorgehen der Polizei und die Einrichtung des Gefahrengebiets.

Die Linken kritisierte dagegen die Polizeitaktik und sprachen von "unverhältnismäßigen Maßnahmen". Bei den Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei am 21. Dezember während und nach einer Demonstration für den Erhalt des linken Kulturzentrums "Rote Flora" hatte es auf beiden Seiten zahlreiche Verletzte gegeben. Im Anschluss an die Innenausschusssitzung blieb es in Hamburg friedlich. Es sei zu keinerlei Krawallen gekommen. "Die Lage war sehr ruhig", teilte ein Sprecher der Polizei am frühen Dienstagmorgen mit. Am Wochenende waren mehr als 400 Menschen überprüft worden.

dpa

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