Unglück auf A7

Bus geht bei Klassenfahrt in Flammen auf

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Auf der A7 bei Harburg ist in der Nacht ein Bus ausgebrannt.

Hamburg - Ein voll besetzter Bus mit Schulkindern ist in der Nacht zu Montag vor den Toren Hamburgs an der Autobahn 7 in der Nähe von Seevetal im Landkreis Harburg in Flammen aufgegangen. Ein Kind kam mit einem Schock ins Krankenhaus.

Schüler einer achten Klasse aus der Region Itzehoe konnten den Bus gerade noch rechtzeitig verlassen, bevor im Innenraum des Fahrzeugs Feuer ausbrach und der Bus ausbrannte. Der Busfahrer hatte während der Fahrt auf der Autobahn 7 in der Nacht zum Montag einen verdächtigen Brandgeruch in der Nähe des Motorraums festgestellt und das Fahrzeug dann sofort auf eine Raststätte gesteuert, wie die Feuerwehr mitteilte. Einsatzkräfte löschten den qualmenden Motorraum mit Löschschaum. Als sich die Feuerwehrleute später ins Innere wagen konnten, hatte die Hitze des Feuers die Scheiben des Busses zerstört.

Der Busfahrer zeigte sich erleichtert, dass das Unglück glimpflich ausgegangen ist. „Wir sind sehr schnell zum Stehen gekommen. Die Schüler haben daraufhin rasch reagiert, als ich brüllte: ,Alle raus aus dem Bus', und sind sofort ausgestiegen", sagte er dem NDR.

Ein Kind kam nach Angaben eines Polizeisprechers mit einem Schock in ein Krankenhaus. Außer diesem Schüler sei aber niemand zu Schaden gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr war der Bus mit 78 Kindern und sechs Betreuern auf Klassenfahrt nach England unterwegs gewesen. Die Klassenfahrt wurde daraufhin abgesagt. Das meiste Gepäck der Reisenden konnte gerettet werden, sagte ein Polizeisprecher. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte ein technischer Defekt den Brand im Motorraum verursacht, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.

Erinnerung an Unglück

20 Tote bei Garbsen

In den vergangenen Jahren hat es mehrere Fälle gegeben, bei denen Busse in Flammen aufgegangen sind. Das schwerste Unglück ereignete sich im November 2008 auf der A 2 bei Garbsen: In einem brennenden Bus kamen 20 Menschen aus Hannover ums Leben. Im Mai 2009 kamen 50 Schüler und vier Lehrer aus den Niederlanden mit dem Schrecken davon, als ihr Bus auf der A 2 bei Wunstorf Feuer fing. Ende Juli 2011 entging die Jugendgruppe einer Garbsener Kirchengemeinde nur knapp einer Katastrophe. Sie hatte sich an der A 7 bei Berkhof in letzter Minute aus einem brennenden Reisebus retten können.

dpa/isc

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