Fall Peggy

Gericht beendet Beweisaufnahme vorzeitig

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Foto: Der Vater der verschwundenen Peggy zeigt ein computergeneriertes Bild seiner Tochter, die vor 13 Jahren verschwand - und heute ungefähr so aussehen könnte.

Bayreuth - Im Wiederaufnahmeverfahren gegen den geistig Behinderten Ulvi K. wegen Mordes an der kleinen Peggy aus Oberfranken will das Landgericht Bayreuth die Beweisaufnahme vorzeitig beenden.

"Bis zum heutigen Tag ist kein einziger Sachbeweis für das damalige Geständnis von Ulvi K. gefunden worden", begründete der Vorsitzende Richter Michael Eckstein die Entscheidung. Der psychiatrische Sachverständige habe in seinem mündlichen Gutachten ausgeführt, es sei nicht mehr auszuschließen, dass der Angeklagte ein falsches Geständnis abgegeben habe.

Am Mittwoch sollen allerdings noch Peggys Mutter und zwei Nachbarn gehört werden. Peggy war am 7. Mai 2001 nicht nach Hause gekommen, eine Leiche der Schülerin wurde nie gefunden. Als Mörder wurde im April 2004 Ulvi K. verurteilt. Der Fall muss neu aufgerollt werden, weil es Zweifel an der Glaubwürdigkeit von K.s Geständnis aus dem Jahr 2002 gibt.

dpa

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