Kurz, aber heftig

Gewitterfront beschert Feuerwehr zahlreiche Einsätze

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Ein heftiges Gewitter hat die Feuerwehren im Norden zu zahlreichen Einsätzen gezwungen.

Elmshorn/Kiel - Eine Gewitterfront mit Sturmböen hat den Feuerwehren in Schleswig-Holstein und Hamburg am Samstagnachmittag zahlreiche Einsätze beschert. Allein in den Kreisen Dithmarschen, Steinburg, Segeberg und Pinneberg zählte die Regionalleitstelle in Elmshorn innerhalb kürzester Zeit rund 100 wetterbedingte Einsätze.

Auch in Hamburg rückte die Feuerwehr zu mehr als 100 Einsätzen nach dem Gewitter aus. Menschen kamen nach ersten Erkenntnissen bei dem Unwetter nicht zu Schaden.

Zumeist handelte es sich um umgestürzte Bäume, wie ein Sprecher der Leitstelle in Elmshorn sagte. So seien Bäume auch auf die Bundesstraße 4 bei Quickborn (Kreis Pinneberg) und die B 430 bei Schmalensee (Kreis Segeberg) gestürzt und mussten geräumt werden. In Norderstedt fiel eine Ampel auf ein Auto.

Auch die Kieler Regionalleitstelle Mitte registrierte rund zwei Dutzend wetterbedingte Einsätze. Am Kieler Ostseekai riss sich nach Angaben eines Sprechers das rund 290 Meter lange Kreuzfahrtschiff MSC „Poesia“ vom Kai los und trieb auf die Förde. Mehrere Leinen am Vorschiff seien auf einmal gerissen, berichtete der Sprecher. Das Schiff konnte aber aus eigener Kraft wieder anlegen und neu vertäut werden. Auf dem Lanker See im Kreis Plön kenterte ein Segelboot. Die vierköpfige Besatzung wurde von einem anderen Boot aufgenommen und an Land gebracht.

dpa

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