Nach Gefahrgutunfall

Giftcontainer auf A7 werden abtransportiert

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Foto: Nach dem Unfall mit einem Gefahrguttransporter vor Weihnachten musste die A7 bei Göttingen für mehrere Tage voll gesperrt werden.

Dramfeld/Rosdorf - Knapp einem Monat nach dem schweren Unfall eines Gefahrgut-Transporters auf der A7 bei Göttingen, hält sich die Feuerwehr der Region wieder in Alarmbereitschaft. Der Grund: Die bislang nur zwischengelagerten Giftfässer sollen noch in dieser Woche endgültig abtransportiert werden.

Mehr als einen Monat nach dem Gefahrgutunfall auf der A 7 bei Göttingen soll endlich der Abtransport der Container mit giftbelastetem Abfall beginnen. Noch im Laufe dieser Woche sollen die ersten Behälter entsorgt werden. Anfang der kommenden Woche soll dann der Lagerplatz bei Dramfeld für die Beseitigung der aufgerissenen Giftfässer beginnen, kündigte der Rosdorfer Bürgermeister Sören Steinberg (SPD) an.

Am 19. Dezember hatte ein mit Gefahrgut beladener Sattelschlepper die Mittelleitplanke auf der A 7 durchbrochen, war auf die Seite gekippt und hatte Feuer gefangen. Der Sattelschlepper war mit etwa 22 Tonnen der Chemikalie Aluminiumphosphid beladen, die zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird. Die Autobahn war nach dem Unfall fast das ganze Wochenende gesperrt.

Nach den Bergungsarbeiten war der giftige Abfall in der Nähe der Autobahn gelagert worden. Die vier Container, die noch in dieser Woche verschwinden sollen, enthalten nur leicht belastetes Material wie Holzpaletten und Fahrzeugteile vom Unfalllaster oder Bauschutt.

Weil es an dem Lagerplatz weder Wasser- noch Stromanschluss und auch keine Sanitäranlagen gibt, müssen die Hilfskräfte den Platz erst entsprechend herrichten, damit die Arbeiten beginnen können. Außerdem muss ein Zelt samt Abluftanlage errichtet werden, damit die abgedichteten Container mit den aufgeplatzten Giftfässern gefahrlos geöffnet werden können. Die Vorbereitungsarbeiten sollen am Montag kommender Woche beginnen, sagte Steinberg.

Feuerwehr bleibt Alarmbereitschaft

Die eigentliche Bergungsaktion könne voraussichtlich am nächsten Wochenende stattfinden. Falls sich Bergung und Verladung länger hinzögen, könnten diese Arbeiten auch noch an den beiden folgenden Tagen fortgesetzt werden. Dann sind Zeugnisferien, sodass auch an diesen beiden Tagen in der nur 470 Meter entfernten Grundschule Drammetal nicht unterrichtet werde. Ein solcher Zeitablauf entspreche auch dem Wunsch der Rosdorfer Gemeindeverwaltung, sagte Steinberg.

Auch die Feuerwehr in der Region hält sich vorsorglich in Alarmbereitschaft: Wie Gemeindebrandmeister Martin Willing sagte, haben die Brandschützer einen Einsatzplan vorbereitet, um bei etwaigen Zwischenfällen bei der Öffnung der Giftcontainer schnell eingreifen zu können.

Von Matthias Heinzel

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