Lange Laster

Gigaliner haben freie Fahrt in Niedersachsen

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Die überlangen Gigaliner haben bei einem Feldversuch bewiesen, dass sie deutlich weniger Schadstoffe produzieren.

Osnabrück - Niedersachsen nimmt bei dem bundesweiten Feldversuch mit dem Gigaliner eine führende Position ein: Fünf der insgesamt 14 Speditionen, die bundesweit mit 26 überlangen Lkw unterwegs sind, kommen aus Niedersachsen.

Für Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) ist das immer noch enttäuschend wenig. „Wir hatten uns mehr erhofft“, sagt sein Sprecher. „Aber die Rahmenbedingungen sind einfach zu abschreckend.“ Dabei habe ein landesweiter Feldversuch von 2006 bis 2007 bewiesen, dass sich der Schadstoffausstoß deutlich verringere und keine Sicherheitsrisiken aufkämen.

SPD, Grüne und Linke dagegen warnen vor falscher Weichenstellung. Die rot-grün oder grün regierten Bundesländer verweigern sich daher dem Feldversuch, Nur das SPD-regierte Hamburg ist im Juni aus der Ablehnungsfront ausgeschert. Der Hamburger Hafen ist damit für Gigaliner erreichbar. Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg haben indessen schon Verfassungsbeschwerde eingelegt. „Die Einführung des Gigaliners zieht Wettbewerbsnachteile für Binnenschifffahrt und Bahn nach sich“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion Enno Hagenah. „Die Straße wird dadurch noch mehr belastet.“

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