Heilpflanze

Ginsengernte in der Heide hat begonnen

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In der Lüneburger Heide wird die asiatische Heilpflanze Ginseng geernet. (Archiv)

Walsrode - In der Lüneburger Heide hat die Ginseng-Ernte begonnen. Auf der nach Betreiberangaben einzigen Ginseng-Farm Europas werden derzeit in Walsrode (Heidekreis) die Wurzeln der asiatischen Heilpflanze aus der Erde gezogen.

„In diesem Jahr wird die Ernte nicht ganz so groß werden“, sagte Gesine Wischmann, Leiterin der Florafarm. Mehr als 1000 Kilogramm sollten es aber wieder werden, hofft Wischmann. Die Erntefläche sei etwas kleiner als im vergangenen Jahr. „Die Bedingungen in diesem Jahr waren gut. Trocken - das mag der Ginseng gerne“, erklärte sie.

Die Ginsengwurzeln werden nach der Ernte per Hand gewaschen und getrocknet. Im kommenden Februar sollen die Wurzeln dann zu Kapseln und Pflegeprodukten für Direktabnehmer verarbeitet werden, ein kleiner Teil wird auch unbehandelt verkauft.

Auf der Florafarm in Walsrode wird seit 30 Jahren koreanischer Ginseng angebaut. „Die Idee hatte mein Vater 1982 auf der Suche nach Alternativen, ein Zeitungsartikel war dann der Anlass“, berichtete Wischmann über die Anfänge. Nach zehnjährigen Versuchen konnte die Familie 1992 die erste Ernte einbringen. Mittlerweile wird jeden Oktober auf einer Fläche von bis zu neun Hektar geerntet. In Spitzenjahren liegt die Ernte bei rund 2,5 Tonnen.

Ginseng gilt seit Jahrtausenden als besondere Heilpflanze, die auf den Organismus stabilisierend wirkt. Die Wirkstoffe sollen die Abwehrkräfte stärken und die Konzentrationsfähigkeit verbessern. Auch auf das Herz-Kreislauf-System soll sich die Pflanze positiv auswirken. Bis zur Ernte müssen die Wurzeln sechs Jahre reifen.

dpa

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