"Victoria" von Sebastian Schipper räumt beim Deutschen Filmpreis ab

Glamour bei der Lola-Verleihung in Berlin

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Foto: Die Gala im Berliner Palais am Funkturm wurde von Jan Josef Liefers moderiert.

Berlin - Mit viel Prominenz aus dem Showgeschäft wurden am Freitagabend die Deutschen Filmpreise in Berlin verliehen. Unter anderem gewannen Til Schweiger, Nina Kunzendorf und Joel Basman eine Lola-Trophäe. Richtig abgeräumt hat der Film "Victoria" des Hannoveraners Sebastian Schipper.

Kunzendorf wurde für das Drama "Phoenix" von Christian Petzold als beste Nebendarstellerin geehrt. Ihr Schweizer Kollege Basman bekam die Trophäe für seinen Part in "Wir sind jung. Wir sind stark." von Burhan Qurbani.

Til Schweiger erhielt für seine Alzheimer-Tragikomödie "Honig im Kopf" die Goldene Lola für den "besucherstärksten Film des Jahres". Knapp sieben Millionen Kinogänger haben "Honig im Kopf" mit Dieter Hallervorden in der Hauptrolle gesehen. Für das Rennen um den besten Spielfilm hatte Schweiger seinen Film unter anderem wegen früherer Differenzen mit der Deutschen Filmakademie nicht eingereicht.

"Ich bin ja lange nicht hier gewesen. Es ist echt schön, hier zu sein", sagte Schweiger."Ich bin jetzt ein bisschen aufgeregt, das hätte ich nicht gedacht." Die von Schauspieler Jan Josef Liefers moderierte Gala im Berliner Palais am Funkturm wird vom ZDFum 22.45 Uhr ausgestrahlt. Die Auszeichnung ist mit insgesamt fast drei Millionen Euro dotiert.

"Victoria" ist der ganz große Gewinner

Wie kein anderer beim diesjährigen Deutschen Filmpreis hat der Echtzeit-Thriller "Victoria" abgeräumt. Der ohne einen einzigen Schnitt in Berlin gedrehte Film von dem in Hannover geborenen Regisseur Sebastian Schipper gewann insgesamt sechs Lolas – darunter die Auszeichnungen als bester Spielfilm, für die beste Regie sowie die beste männliche und weibliche Hauptrolle.

"Victoria" war mit sieben Nominierungen bereits im Vorfeld ein großer Favorit bei dem wichtigsten deutschen Preis der Filmschaffenden. Enttäuschung herrschte dagegen bei den Machern des Historien-Dramas "Elser – Er hätte die Welt verändert". Der ebenfalls für sieben Lolas nominierte Film über den Hitler-Attentäter Georg Elser ging leer aus.

dpa/afp

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