Neuartige Methode

Uni Göttingen entwickelt exakten Test auf Pferdefleisch

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Foto: Kontrollen auf Pferdefleisch, wie hier in den Niederlanden, könnten in Zukunft dank einer neuen Methode der Universität Göttingen viel präziser werden.

Göttingen - Seit Monaten finden Behörden überall in Europa Pferdefleisch in Rinderprodukten. Vor allem Deutschland ist betroffen. Damit könnte bald Schluss sein: Die Universität Göttingen hat eine neue Methode entwickelt, mit der sich selbst kleinste Beimischungen von Pferdefleisch in anders deklarierten Produkten nachweisen lassen.

Künftig soll es einfacher werden, den genauen Anteil von Pferdefleisch in Lebensmitteln zu bestimmen. Die Universität Göttingen hat nach eigenen Angaben einen neuartigen Test entwickelt, mit dem sich selbst eine Beimischung von nur 0,1 Promille Pferdefleisch feststellen lässt. Bisher sei es lediglich möglich gewesen, die grundsätzliche Verunreinigung einer Lebensmittelprobe mit Pferdefleisch zu ermitteln, teilte die Hochschule am Dienstag mit.

Bei dem am tierärztlichen Uni-Institut entwickelten Verfahren wird eine Lebensmittelprobe in etwa 20.000 mikroskopisch kleine Tröpfchen zerteilt. Jedes Tröpfchen wird parallel auf Spuren vonPferde-DNA untersucht. Durch die große Zahl einzelner Proben lasse sich dann sehr präzise ein möglicher Pferdefleischanteil bestimmen. In jüngster Vergangenheit waren wiederholt Fälle bekanntgeworden, in denenPferdefleisch als Rindfleisch deklariert verkauft worden war.

dpa

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