Erstsemester-Rallye

Uni Göttingen kämpft gegen Alkoholexzesse

Göttingen - Die Uni Göttingen will nach Alkoholexzessen von Studienenfängern in diesem Herbst ihre Regeln für die Orientierungspase verschärfen. Bei Stadtrallyes war Schnaps ausgeschenkt. Einige Tutoren hatten die Studenten zum Trinken animiert.

Nach den diesjährigen Alkoholexzessen bei den so genannten Stadtrallyes der Erstsemester wollen die Universität Göttingen und die Fachschaften jetzt Konsequenzen ziehen. „Wir werden die derzeit geltenden Regeln für die Orientierungsphase überprüfen“, sagte Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel. So sollten die Fachschaften darauf achten, dass sich auf den Handwagen, mit denen die Studienanfänger während der Orientierungswoche durch die Stadt ziehen, keine hochprozentigen Alkoholika befinden. Ein besonderes Augenmerk solle auch auf die Schulung der Tutoren gelegt werden. Wenn ein Tutor bei der Rallye Schnaps ausschenke, sei dies nicht zu akzeptieren, sagte Beisiegel.

Zuletzt sind die Stadtrallyes der Erstsemester immer mehr in kollektive Besäufnisse ausgeartet. So heftig wie in diesem Herbst war es allerdings noch nie: Insgesamt 18 Studenten kamen mit einer Alkoholvergiftung ins Uni-Klinikum. Auch einige Tutoren hatten die Erstsemester zum Alkoholkonsum angestiftet. Mehrere Tutoren, die selbst zu viel getrunken hätten, seien entlassen worden, sagte die Uni-Präsidentin. Sie verwies darauf, dass die O-Phase den Start ins Studium erleichtere. Die Stadtrallye sei ein Teil davon. „Wir wollen sie nicht abschaffen, aber sie soll bitte ohne Schnaps stattfinden.“

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