Organspende-Prozess

Göttinger Skandal-Arzt kommt auf freien Fuß

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Foto: Der im Prozess um Spenderorgane Arzt kommt gegen Kaution aus der Untersuchungshaft frei.

Göttingen - Der Arzt, der am Göttinger Universitätsklinikum seinen Patienten durch falsche Angaben vorzeitig zu Spenderlebern verholfen haben soll, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Er muss unter anderen Auflagen auch eine halbe Million Euro Kaution zahlen.

Der Angeklagte im Prozess um Spenderorgane kommt aus der Untersuchungshaft frei. Das Landgericht Göttingen hielt den Haftbefehl zwar aufrecht, setzte ihn am Montag aber gegen Auflagen außer Vollzug. Unter anderem muss der angeklagte frühere Leiter der Göttinger Transplantationsmedizin eine halbe Million Euro Kaution stellen.

Der Arzt ist angeklagt, weil er Patienten durch falsche Angaben vorzeitig zu Spenderlebern verholfen haben soll. Außerdem soll er drei Patienten Lebern ohne medizinische Notwendigkeit übertragen haben. Die Staatsanwaltschaft wertet dies als Körperverletzung mit Todesfolge. In zwei dieser drei Fälle kann dem Arzt nach Ansicht des Gerichts kein strafrechtlich relevanter Vorwurf gemacht werden. Im dritten Fall komme kein Vorsatz, sondern nur Fahrlässigkeit in Betracht. Das Gericht hält eine Verurteilung nach dem derzeitigen Stand der Beweisaufnahme für möglich.

dpa

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