Betrunken in Paris

Gérard Depardieu beantragt wieder Verschiebung in Alkoholverfahren

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Foto: Schauspieler Gérard Depardieu ist Ende November mit 1,8 Promille in Paris von seinem Roller gestürzt. Die Anhörung will Depardieu zum wiederholten Mal verschieben.

Paris - Der Schauspieler Gérard Depardieu hat erneut die Verschiebung einer Anhörung in Paris wegen seiner jüngsten Trunkenheitsfahrt beantragt. Er könne noch nicht sagen, ob sein Mandant beruflich verhindert sein, sagte der Anwalt des 64-Jährigen am Montag.

Die Staatsanwaltschaft lehnt laut AFP eine erneute Verschiebung ab. Depardieu war am Montag beim Fußballverband FIFA in Zürich zu Gast. Bei dem vereinfachten Verfahren, das diesen Dienstag angesetzt ist, kann die Staatsanwaltschaft im Gegenzug zu einem Schuldeingeständnis eine mildere Strafe anbieten. Dazu müsste Depardieu anwesend sein. Alternativ droht dem Schauspieler ein normales Gerichtsverfahren. Depardieu war Ende November mit 1,8 Promille in Paris mit seinem Roller gestürzt. In Frankreich sind maximal 0,5 Promille erlaubt. Nach dem Unfall war Depardieu vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen worden. Der Filmstar blieb unverletzt. Dritte waren an dem Unfall nicht beteiligt. Fahren unter Alkohol kann in Frankreich mit Haft bis zu zwei Jahren und einer Geldstrafe von bis zu 4500 Euro geahndet werden. Bereits 1998 war Depardieu nach einer Alkoholfahrt zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Der Schauspieler hatte zuletzt die russische Staatsbürgerschaft angenommen und damit heftige Diskussionen in seiner Heimat Frankreich ausgelöst.

dpa

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