Auschwitz-Prozess

Gröning streitet regelmäßigen Dienst ab

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Der Angeklagte Oskar Gröning (l.) mit seinem Anwalt Hans Holtermann im Gerichtssaal in Lüneburg.

Lüneburg - Im Lüneburger Auschwitz-Prozess hat der angeklagte frühere SS-Mann einen regelmäßigen Dienst bei der Selektion eintreffender Juden in dem Konzentrationslager verneint. An der Rampe in Auschwitz-Birkenau sei er in der fraglichen Zeit nur dreimal im Einsatz gewesen, sagte Oskar Gröning.

Zu Prozessbeginn vor dem Landgericht Lüneburg am Vortag hatte der 93-Jährige sich zu seiner moralischen Mitschuld bekannt. Die Anklage wirft ihm Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen vor. Er gestand, im KZ geholfen zu haben, Geld der Häftlinge einzusammeln und an die SS weiterzuleiten.

Die Anklage wirft ihm vor, so dem NS-Regime wirtschaftliche Vorteile verschafft und das systematische Töten unterstützt zu haben.

dpa

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