Landgericht Lüneburg

Großes Medieninteresse an Auschwitz-Prozess

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Der Prozess gegen den früheren SS-Unterscharführer Oskar Gröning vor dem Landgericht Lüneburg wird in diesem Gebäude stattfinden.

Lüneburg - 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz muss sich ein früherer SS-Mann in Lüneburg vor Gericht verantworten. Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen wird ihm vorgeworfen. Der Prozess stößt auch international auf großes Interesse, zahlreiche Journalisten aus aller Welt wollen anreisen.

Vor dem Landgericht Lüneburg beginnt am 21. April einer der vermutlich letzten größeren NS-Prozesse in Deutschland. Der frühere SS-Unterscharführer Oskar Gröning muss sich wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen verantworten. Der heute 93-Jährige soll im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau geholfen haben, das Gepäck der Häftlinge beiseitezuschaffen. Laut Anklage soll er die entnommenen Banknoten gezählt und an die SS in Berlin weitergeleitet haben.

Ihm sei bewusst gewesen, dass als "nicht arbeitsfähig" eingestufte Häftlinge ermordet würden, so die Staatsanwaltschaft. So habe er "dem NS-Regime wirtschaftliche Vorteile verschafft und das systematische Tötungsgeschehen unterstützt". Der Prozess stößt auch international auf großes Interesse. "Akkreditiert haben sich auch die "New York Times" und die britische BBC, auch Journalisten aus Russland und Ungarn werden dabei sein", sagte eine Gerichtssprecherin. 23 Plätze seien für ausländische Medienvertreter reserviert worden. Bis zum 29. Juli sind 27 Verhandlungstermine angesetzt.

dpa

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