Sauberes Wasser

Gute Noten für Badeseen in Niedersachsen

+
Foto: Großer Andrang am Altwarmbüchener See bei Isernhagen.

Hannover - Sommerzeit ist Badezeit in Niedersachsen: Die Qualität der knapp 300 niedersächsischen Badegewässer ist laut Landesgesundheitsamt insgesamt sehr gut.

Fast alle Badegewässer in Niedersachsen und Bremen sind sauber. Das teilten die Gesundheitsämter der beiden Bundesländer am Montag mit. Nur für Badestellen am Laascher und Gartower See in Niedersachsen gelten derzeit Badeverbote. Hier hat das jüngste Hochwasser Schäden angerichtet, die Wasserqualität ist noch nicht wieder einwandfrei. In beiden Bundesländern werden Badegewässer einmal im Monat etwa auf mögliche krankheitserregende Bakterien untersucht. Für einige Seen gibt es Warnungen vor Blaualgen. Sie können allergische Reaktionen und Magendarm-Probleme auslösen. In Niedersachsen gilt dies für den Bordenauer Kiesteich und den Irenensee bei Uetze (Region Hannover). In beiden wurde ein hoher Blaualgenanteil festgestellt. Es sei ein ständiges Auf und Ab, Badewillige sollten auf Warnhinweise vor Ort achten, sagte Ernst-August Heinemeyer vom niedersächsischen Landesgesundheitsamt. Im Zweifel rate er vom Baden ab.

In Bremen gibt es derzeit eine Blaualgen-Warnung für den Waller Feldmarksee. "Das gesamte Ufer vom Nichtschwimmerbereich ist betroffen", sagte Britta Freiheit vom Umweltressort der Hansestadt. "Für kleine Kinder ist das derzeit nichts." In anderen Bereichen des Sees könne aber geschwommen werden. Da Blaualgen quasi über Nacht auftauchen können, riet Freiheit, sich auf seine Sinne zu verlassen. "Wenn es komisch aussieht, komisch riecht oder sich komisch anfühlt, dann sollte man nicht ins Wasser gehen".

Linktipp

Badegewässer-Altas für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es knapp 300 Badegewässer, in Bremen zehn Seen sowie eine Badestelle an der Weser. Beide Länder beurteilen die Wasserqualität insgesamt als sehr gut. Das niedersächsische Landesgesundheitsamt geht davon aus, dass sich die Wasserqualität in den vergangenen Jahren verbessert hat.Die Kläranlagen seien besser geworden und die Gemeinden legten mehr Wert auf die richtige Entsorgung von Abwassern. Beweisen ließe sich das im Moment aber noch nicht, sagte Heinemeyer. Für das sichere Baden gibt es ihm zufolge eine Faustregel:Wenn man die eigenen Füße im Wasser nicht mehr sehen kann, sollte man besonders mit Kleinkindern lieber auf das Baden im See verzichten.

dpa

1895307

Kommentare