Polizei geht von Anschlag aus

Hamburger Flüchtlingsheim in Brand gesetzt?

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Foto: Am Dienstag stehen mehrere Container eines Asylbewerbheims in Flammen.

Hamburg - Im Stadtteil Hammerbrook in Hamburg standen am Dienstag mehrere Container eines Asylbewerberheims in Flammen. Alle 15 Bewohner blieben nach ersten Angaben der Feuerwehr unverletzt. Laut Medienberichten geht die Polizei von Brandstiftung aus. Auch in Berlin brannte am Dienstag eine Flüchtlingsunterkunft.

Beim Brand in einer Hamburger Containerunterkunft für Asylbewerber ist am Dienstag Sachschaden entstanden. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen, sagte ein Sprecher der Hamburger Polizei. Einer der Wohncontainer sei völlig ausgebrannt. Zwei weitere seien von außen durch das Feuer beschädigt worden.

Entsprechende Untersuchungen seien eingeleitet worden, sagte der Polizeisprecher. Laut Onlineausgabe des "Focus" geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Nach Informationen der „Hamburger Morgenpost“ sind in der Unterkunft seit drei Wochen minderjährige unbegleitete Flüchtlinge untergebracht. Sie seien aus drei anderen Unterkünften zusammengelegt worden, um besser kontrolliert werden zu können. Nach Informationen des Blatts kam es bereits Ende März zu einem Polizeieinsatz in der Unterkunft, da sich mehrere Jugendliche eine Schlägerei geliefert hatten.

Brand in Berliner Flüchtlingsheim

Ebenfalls am Dienstag ist ein Brand in einem Flüchtlingsheim in Berlin-Lichterfelde ausgebrochen. Zwei Menschen hätten leichte Rauchverletzungen erlitten, teilte die Feuerwehr am Dienstagabend mit. Das Feuer brach den Angaben zufolge in einem Zimmer im ersten Stock des dreigeschossigen Hauses aus und griff dann auf ein anderes Zimmer und das Dach über. In der Unterkunft befinden sich eine Erstaufnahmestelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - und zugleich ein Wohnheim für Alkoholiker und Obdachlose.

dpa

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