Acht Tote befürchtet

Hamburger Frachter kentert: Seeleute vermisst

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Wick - Der Frachter einer Hamburger Reederei ist vor der Nordküste Schottlands gekentert. Nach zwei Tagen vergeblicher Suche nach den acht Besatzungsmitgliedern, ist die Rettungsaktion nun abgebrochen worden. Nun wird befürchtet, dass die Seemänner tot sind.

Nach den sieben Seeleuten aus Polen und einem weiteren Mann von den Philippinen werde mit Schiffen und Hubschraubern gesucht, ohne Erfolg, gab die Küstenwache am Sonntag an. Das mit Zement beladene Schiff verunglückte am Vortag etwa 25 Kilometer vor der Hafenstadt Wick.

Es gebe "keine Spur" von der Besatzung, teilte die Küstenwache weiter mit. Passagiere einer Fähre entdeckten das Wrack am Samstagnachmittag. Stürmisches Wetter behinderte die Arbeit der Rettungskräfte. Die Suche wurde in der Nacht zunächst abgebrochen und am frühen Sonntag wieder aufgenommen.

Das in Zypern registrierte Schiff "Cemfjord" gehört zur Flotte der Hamburger Reederei Brise, die von einem "schweren Zwischenfall" sprach. Nach Angaben des Unternehmens setzte der Frachter keinen Notruf ab. "Was immer auch geschah, es geschah sehr schnell", sagte Bill Farquhar von den Rettungskräften der BBC.

Die 83 Meter lange "Cemfjord" hatte 2000 Tonnen Zement geladen und war vom dänischen Aalborg zum Hafen von Runcorn nahe Liverpool unterwegs, wo sie am Montag ankommen sollte. Das im Jahr 1984 gebaute Schiff wurde nach Angaben der Reederei zuletzt im Dezember einer Inspektion unterzogen.

Auch vor der Südküste Großbritanniens verunglückte am Samstag ein Transportschiff. Die 180 Meter lange "Höegh Osaka" lief am Abend vor der Isle of Wight auf Grund, als der Kapitän einer Sandbank ausweichen wollte. Mit Helikoptern und Booten wurde die Besatzung in Sicherheit gebracht, wie die Küstenwache mitteilte.

Im Internet veröffentlichte Fotos zeigten das mit Autos beladene Schiff mit einer Schlagseite von 45 Grad. Die "Höegh Osaka" befand sich auf dem Weg von Southampton nach Deutschland. Die 25 Mitglieder der Besatzung seien abgesehen von einigen leichteren Verletzungen wohlauf, teilte die Küstenwache mit.

afp

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