„Gefahrengebiet“ nach Krawallen

Hamburgs Bürgermeister verteidigt Polizei-Kurs

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„Das Instrument hat sich bewährt und wird sich weiter bewähren“: Noch immer wird über das Gefahrengebiet gestritten.

München - Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat seinen harten Kurs bei der inneren Sicherheit verteidigt. Nach schweren Krawallen hatte die Polizei Teile der Hansestadt zu sogenannten Gefahrengebieten erklärt, in denen sie auch ohne konkreten Verdacht Personen kontrollieren darf.

„Das Instrument hat sich bewährt und wird sich weiter bewähren“, sagte der Sozialdemokrat der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). Damit werde „sehr flexibel, souverän und wenig aufgeregt umgegangen“. Die Kritik an dem Vorgehen sieht Scholz gelassen. Es sei Aufgabe der SPD, für Recht und Ordnung zu stehen. Viele Bewohner fühlten sich sicherer. „Leute, die das nicht mögen, finden es eben nicht gut“, sagte er.

Die Gefahrengebiete waren nach wiederholten Angriffen auf die Polizei mit zahlreichen schwer verletzten Beamten eingerichtet worden. Dagegen gab es heftige Proteste. Inzwischen hat die Polizei das Gebiet erheblich verkleinert.

dpa/sag

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