Trauerfeier für erschossenen Landrat

Hameln gedenkt Rüdiger Butte

+
Foto: Hunderte Menschen haben mit einer Trauerfeier dem erschossenen Landrat Rüdiger Butte gedacht.

Hameln - Mehr als 700 Menschen nehmen in Hameln Abschied vom getöteten Landrat Rüdiger Butte. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) würdigt Butte als außerordentlichen Verwaltungschef.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung hat der Landkreis Hameln Abschied von Landrat Rüdiger Butte genommen. Butte war vor zwölf Tagen mitten im Kreishaus erschossen worden - von einem offenbar geistig verwirrten Attentäter. Ministerpräsident Stephan Weil würdigte Butte als außerordentlichen Verwaltungschef, der sich auch in seiner langjährigen Tätigkeit als LKA-Chef Niedersachsens Respekt über die Grenzen Niedersachsens hinaus erworben habe. "Er war offen, zugewandt, dabei nicht anbiedernd", sagte Weil. Es sei bitter, meinte Weil, dass ausgerechnet die Bürgernähe Buttes ihm zum Verhängnis geworden sei, "dieser sympathische Teil seiner Persönlichkeit", sagte Weil.

Der Attentäter Buttes war am 26. April als unangemeldeter Besucher im Kreishaus erschienen und nach einer Wartepause von Budde selbst in sein Büro mitgenommen worden.

An der Trauerfeier im Hamelner Theater nahmen mehr als 700 Menschen teil, unter ihnen einige Landesminister, Landtagspräsident Bernd Busemann, Generalbundesanwalt Harald Range und BKA-Chef Zierke. Der Göttinger Landrat Bernhard Reuter meinte als Vorsitzender des Landkreistages, man müsse nach diesem Attentat auch über die Sicherheit in Rat- und Kreishäusern nachdenken. "Eines wäre aber falsch als Konsequenz: Das Abschotten vom Bürger."

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

16527181679665

Kommentare