Rattenfänger-Sage

Hameln nimmt Hürde für Unesco-Kulturerbe

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Der Rattenfänger von Hameln soll Unseco-Kulturerbe werden.

Hameln - Die Stadt Hameln ist mit dem Ziel, die Rattenfänger-Sage zum Unesco-Kulturerbe werden zu lassen, einen Schritt voran gekommen. Die Sage hat am Freitag eine erste Hürde auf dem Weg zum Kulturerbe genommen.

Niedersachsen habe die Bewerbung „Der Rattenfänger von Hameln - lebendige Tradition und Inspirationsquelle“ an die Kultusministerkonferenz (KMK) weitergeleitet, teilte die Stadt am Freitag mit. Der nächste Schritt sei nun, auf das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes gesetzt und dann 2015 von Deutschland zur Aufnahme nominiert zu werden. Sollte sich die niedersächsische Stadt mit ihrer Bewerbung dann durchsetzen, könnte sie Ende 2016 ins immaterielle Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen werden.

Neben der Rattenfänger-Sage wird für das nationale Verzeichnis auch das „Niederdeutsche Theater“ vorgeschlagen, hieß es aus dem Wissenschaftsministerium. „Beide Vorschläge zeichnet ein hohes bürgerschaftliches Engagement aus“, sagte Ministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) nach einer Mitteilung. Sie würden einladen, sich mit Kultur und Geschichte zu beschäftigen.

Deutschland trat im vergangenen Jahr dem Unesco-Übereinkommen zum Erhalt des immateriellen Kulturerbes bei. 2013 konnten somit erstmals Bewerbungen eingereicht werden. Bisher zählen unter anderen der Argentinische Tango oder der Geigenbau aus Cremona zu diesem Erbe.

dpa/epd

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