Bilanz zum Blitzermarathon

270 in Hannover zu schnell unterwegs

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24 Stunden lang wurde geblitzt und gelasert. Mehr als 4000 Verstöße nahm die Polizei auf.

Hannover - Die Polizei hat beim Blitzmarathon in Niedersachsen rund 4400 Tempoverstöße gemessen. Landesweit fuhren 3,7 Prozent der kontrollierten Autofahrer zu schnell, in der Region Hannover waren es nur 2,1 Prozent.

Die Beanstandungsquote im ganzen Land sei mit 3,7 Prozent geringfügig höher gewesen als bei vorherigen Kontrollen, teilte Innenminister Boris Pistorius (CDU) am Mittwoch in Hannover mit. An vergleichbaren Verkehrstagen ohne Ankündigung läge diese Quote bei etwa elf Prozent.

In der Region Hannover stoppte die Polizei bei der 24-stündigen-Kontrolle insgesamt 12.823 Autos. Darunter waren 270 Temposünder. Mit einem Verwarngeld von bis 35 Euro kamen 225 Autofahrer davon. Teurer wird es für den Rest. In sechs Fällen droht sogar ein Fahrverbot. Am schnellsten unterwegs war ein 27-jähriger Mann auf der Bückeburger Allee. Er fuhr 103 Stundenkilometer – 33 km/h mehr als erlaubt.

Noch weiter über der erlaubten Geschwindigkeit lagen drei Autofahrer auf der Vahrenwalder Straße in Hannover. Sie fuhren nach Angaben der Polizei zwischen 86 und 94 Stundenkilometer schnell – an einer Stelle, an der Tempo 50 gilt.

Die Polizei in Hannover will auch künftig schwerpunktmäßig das Tempo der Autofahrer überwachen. Weitere groß angelegte Kontrollen sollen in diesem Jahr noch folgen.

Der 24-stündige Blitzmarathon in Niedersachsen und NRW war am Mittwochmorgen um 6.00 Uhr zu Ende gegangen. 830 Polizeibeamte hatten landesweit an rund 500 Standorten das Tempo kontrolliert. Wie ein Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums mitteilte, sind die Tempokontrollen nach ersten Erkenntnissen weitgehend problemlos verlaufen.

Durch den landesübergreifenden Blitzmarathon wolle man die Verkehrsteilnehmer für das Thema Raserei sensibilisieren, hatte Innenminister Boris Pistorius vorher angekündigt. Im ersten Quartal 2014 gab es im Vergleich zum Vorjahr 25 Prozent mehr Verkehrstote. Zu schnelles Fahren ist nach wie vor die Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle.

dpa/sag/rah

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