Für bessere Arbeitsbedingungen

Hebammen gehen auf die Straße

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Bunte Luftballons mit der Aufschrift „Familien Fordern Hebammen“ werden in Bremen zum Welthebammentag bei einer Demonstration für die Rechte der Hebammen verteilt.

Bremen - 160 Menschen haben am Welthebammentag am Montag in Bremen für bessere Arbeitsbedingungen der freiberuflichen Geburtshelferinnen demonstriert.

„Wir brauchen strukturelle Veränderungen, damit wir unseren Beruf weiter ausüben können“, sagte die zweite Vorsitzende des Hebammenverbandes Bremen, Heike Schiffling. Hebammen hätten eine hohe Verantwortung, dafür benötigten sie auch eine adäquate Bezahlung. „Ein Durchschnittsstundenlohn von 8,50 Euro ist nicht angemessen“, so Schiffling.

Sie bezeichnete die von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) angekündigten Maßnahmen als nicht ausreichend. „Das sind kleine Pflästerchen, die verteilt werden.“ Gröhe will die Krankenkassen einspannen, um von steigenden Haftpflichtprämien in ihrer Existenz bedrohte Hebammen finanziell zu unterstützen. Die Haftpflicht springt etwa nach einem Geburtsfehler ein.

Hebammen im gesamten Bundesgebiet, darunter auch Lüneburg und Braunschweig, demonstrierten am Montag.

dpa

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