Supermarkt evakuiert

Heftige Unwetter fluten Keller

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Heftige Unwetter sorgen weiter für überflutete Keller und umstürzende Bäume.

Bremen - Erneut haben heftige Unwetter in Niedersachsen und Bremen Keller geflutet und Bäume umgeknickt. Menschen gerieten in Gefahr. Bei der Unwetterserie fiel in 36 Stunden mehr Regen als sonst in einem Monat.

Sturzflutartige Regenfälle haben die Feuerwehren und andere Rettungskräfte in großen Teilen Niedersachsens und Bremens in der Nacht zu Freitag auf Trab gehalten. Vielerorts liefen Keller voll, Straßen wurden überflutet und Bäume knickten um. Im emsländischen Dörpen musste sogar ein Supermarkt evakuiert werden, weil unter den Wassermassen zeitweilig das Dach einzustürzen drohte, sagte ein Sprecher der Einsatzleitstelle im Meppener Kreishaus. Zum Glück blieb es überall bei Sachschäden.

Zwischenzeitlich konnte die Notaufnahme des Klinikums Emsland nicht mehr angefahren werden. In Esens (Kreis Wittmund) brannte ein Wohnhaus nach einem Blitzeinschlag. Auch im Kreis Rotenburg wurde ein Haus durch einen Blitz vollständig zerstört. Die Bewohner, eine Familie mit zwei kleinen Kindern, blieben nach Polizeiangaben unverletzt.

Ein dickes Regenfell brauchen auch die Besucher des Hurricane-Festivals in Scheeßel. Der Starkregen hat das Festival-Gelände in eine Matsch- und Schlammwüste verwandelt. Campingplätze sind aufgeweicht, Parkplätze teilweise unpassierbar. „Das ist hier ein bisschen wie Wattwandern“, sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp.

In Bremen und Norddeutschland sei bei der Unwetterserie in 36 Stunden mehr Regen gefallen als sonst in einem Monat, teilte das Bremer Abwasserunternehmen Hansewasser mit. Teilweise seien deutlich mehr als 70 Liter pro Quadratmeter Regen gemessen worden. Zur Entlastung des Kanalnetzes wurden 400 Millionen Liter in bremische Gewässer eingeleitet und 270 Millionen Liter in Speicherbecken zurückgehalten.

dpa

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