Plötzlich Nichtraucher

Helmut Schmidt schon elf Tage ohne Zigarette

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Foto: Infolge einer Operation hat der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt mit dem Rauchen aufgehört.

Hamburg - 80 Jahre lang war Helmut Schmidt passionierter Raucher. Nach der Entfernung eines Gefäßverschlusses Anfang September hat der ehemalige Bundeskanzler nun das Rauchen aufgegeben, aber das fiel ihm alles andere als leicht.

Die Zigarette ist das Markenzeichen von Helmut Schmidt. Ob in Fernsehsendungen oder Interviews – überall sah man den ehemaligen Bundeskanzler mit Glimmstängel. Rauchverbote hatten für ihn nie gegolten. "In dieser Republik gibt es an so vielen Plätzen Rauchverbote. Ihr glaubt doch wohl nicht, dass ich mich darum schere", sagte der Ex-Bundeskanzler zum Beispiel im Jahr 2000 bei einer SPD-Fraktionssitzung im Berliner Reichstag. Schmidts Credo: "Für mich gibt es nur noch zwei Stimulantia: die Arbeit und die Zigarette!"

Jetzt aber raucht Schmidt (96) nicht mehr. Fürs Erste ersetzt ein Nikotinpflaster die Zigarette. Seit elf Tagen schon: Seit der Entfernung eines Blutgerinnsels aus dem rechten Bein habe der Altkanzler nicht mehr zur Zigarette gegriffen, sagte der Herzspezialist Karl-Heinz Kucknach, Schmidts Arzt in der Hamburger Asklepios-Klinik. Als Ersatz habe er ein Pflaster bekommen,

Schmidt war am Mittwoch vergangener Woche erfolgreich operiert worden. Am Montag wechselte er von der Intensiv- auf eine Normalstation. Schmidt sei nun langsam aber stetig auf dem Weg der Besserung, berichtete die Klinik am Freitag. Nach dem Kathetereingriff ohne Vollnarkose hatten sich die Ärzte sehr optimistisch über den Zustand ihres Patienten geäußert. Sie hielten eine baldige Entlassung aus der Klinik für möglich. Nach der Öffnung des Gefäßes im Oberschenkel erhält der Altkanzler weiter blutverdünnende Medikamente.

are/dpa

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