ADAC-Stauprognose

Hier müssen Sie Ostern mit Staus rechnen

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Foto: Mit der größten Reisewelle rechnen die Experten am Gründonnerstag und Ostersamstag.

Hannover/Berlin - Wer am Osterwochenende mit dem Auto verreist, sollte die Fahrzeit großzügig kalkulieren: Die Automobilclubs ADAC und ACE rechnen mit vielen Staus. Am Gründonnerstag rollte die erste Reisewelle an.

Wegen der Osterfeiertage müssen sich Reisende auf vielen Autobahnen auf lange Staus einstellen. Laut dem ADAC haben dann alle Bundesländer außer Hamburg Ferien. Dank des meist sonnigen Wetters und der freien Tage, werden neben den Osterurlaubern werden nach Einschätzung des Automobilclubs viele Tagesausflügler auf den Fernstraßen unterwegs sein, und zwar bis Ostermontag (21. April).

Der Auto Club Europa (ACE) geht davon aus, dass der meiste Verkehr am Gründonnerstag und Ostersamstag rollen wird. Außerdem erwartet der ACE ab Ostermontag starken Rückreiseverkehr, wenn in Sachsen-Anhalt und den Nachbarländern Belgien, Dänemark, Luxemburg und Österreich die Ferien enden. Am Karfreitag und Ostersonntag sei die Staugefahr hingegen etwas geringer.

Mit stockendem Verkehr und Stillstand müssen Autofahrer laut dem ADAC vor allem auf folgenden Strecken rechnen:

A 7 Hannover - Würzburg - Ulm - Füssen

A 1 Dortmund - Bremen - Hamburg

A 4 Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden

A 5 Frankfurt - Karlsruhe - Basel

A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg

A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg

A 9 Berlin - Nürnberg - München

A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen

A 81 Stuttgart - Singen - A 93 Inntaldreieck - Kufstein

A 95 München - Garmisch-Partenkirchen

A 99 Umfahrung München

In Österreich drohen Staus auf der Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn, so der ADAC weiter. Mit Behinderungen ist auch auf der Fernpass-Route zu rechnen. In der Schweiz wird voraussichtlich auf der A 1 (St. Gallen - Zürich - Bern) und der A 2 (Gotthard - Chiasso) dichter Verkehr herrschen. Das gilt in den Alpenländern auch für alle Zufahrtstraßen in die Wintersportgebiete.

Der ACE empfiehlt Osterausflüglern, genügend Zeit für die Hin- und Rückreise einzuplanen, um unterwegs Stress zu vermeiden, wenn es streckenweise nur im Schneckentempo vorangeht. Denn wer nach einem Stau kräftig Gas gibt, um die verlorene Zeit wieder herauszufahren, habe damit in der Regel keinen Erfolg, setze jedoch alle Mitfahrer im Wagen, andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst einem erhöhten Unfallrisiko aus. Reisende sollten außerdem etwa alle zwei Stunden eine längere Pause machen, sich dabei an der frischen Luft bewegen, etwas trinken und leichte Kost essen, rät der ACE.

Verkehrsinfos

Aktuelle Verkehrsinfos unter HAZ.de/verkehr

Bei einem Stau auf der Autobahn droht die größte Gefahr von hinten. Sobald Autofahrer an einem Stauende zum Stillstand gekommen sind, sollten sie deshalb den nachfolgenden Verkehr im Rückspiegel beobachten. Und sie sollten ihr Fahrzeug „ganz leicht Richtung seitlicher Begrenzung orientieren, dazu ein bis zwei Fahrzeuglängen Abstand zum Vordermann einhalten“, erklärt TÜV-Experte Eberhard Lang. „Nur so hat man die Chance, zu reagieren, wenn der Fahrer hinter einem das Stauende übersehen hat.“

Kommt das Ende eines Staus in Sicht, sollten Autofahrer möglichst sanft bremsen, um den nachfolgenden Verkehr nicht zu gefährden. Außerdem muss zwischen den stehenden Fahrzeugen eine Rettungsgasse frei bleiben. Die Gasse für Rettungsfahrzeuge wird immer zwischen der Fahrspur am linken Rand und der rechts daneben gebildet - egal, wie viele Spuren die Autobahn hat.

dpa/naw

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