Sexualverbrecher vor Gericht

Hildesheimer Kinderpfleger gesteht Missbrauch in 21 Fällen

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Marc R. hat 21 Taten gestanden – jetzt droht ihm eine mehrjährige Haft, möglicherweise auch Sicherungsverwahrung.

Hildesheim - Ein wegen des Missbrauchs betäubter Patientinnen in Untersuchungshaft sitzender Kinderkrankenpfleger hat laut „Hildesheimer Allgemeiner Zeitung“ ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der 35-Jährige habe nach Angaben der Staatsanwaltschaft 13 Taten auf der Kinderstation des Klinikums in Hildesheim sowie die Vergewaltigung von acht jungen Frauen in Privatwohnungen gestanden, berichtete die Zeitung am Freitag.

Die Fahnder hatten dem Pfleger Fotos und Videoaufnahmen vorgelegt, die er von den Taten gemacht hatte, so dass ihm nur ein Geständnis blieb.

Für weitere Angaben war die Staatsanwaltschaft am Freitag nicht zu erreichen.

Der Pfleger habe gestanden, die fast ausschließlich weiblichen Opfer mit Medikamenten betäubt zu haben, die er aus Depots der Klinik gestohlen haben will, erklärte die Staatsanwaltschaft der Zeitung. Den Frauen, die er in ihren Wohnungen vergewaltigte, täuschte er vor, Arzt zu sein und ihnen Blut abnehmen zu müssen. In Wahrheit injizierte er ihnen Betäubungsmittel.

Die Ermittlungen ins Rollen brachte eine von dem Pfleger angegangene Frau aus Celle. In der Wohnung des Mannes stießen die Fahnder dann auf Datenspeicher mit Fotos und Filmen. Dem Mann drohen etliche Jahre Haft und möglicherweise auch die Sicherungsverwahrung. Er werde derzeit psychiatrisch untersucht, schrieb die Zeitung.

dpa

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