Sachsens neuer Landesbischof

"Homosexualität ist nicht Wille Gottes"

+
Foto. Symbolbild

Dresden - Homosexualität entspricht nach Ansicht des neuen Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Carsten Rentzing, nicht dem Willen Gottes. "Diese Aussagen der Bibel machen es mir persönlich schwer, jemandem zu raten, dass er seine Homosexualität leben solle", sagte Rentzing der Zeitung "Die Welt".

Die Kirche könne keine Aussagen treffen, die vor dem Wort der Bibel keinen Bestand hätten. "Deshalb hielte ich es für falsch, durch die uneingeschränkte Zulassung homosexueller Partnerschaften im Pfarrhaus das Signal zu setzen, dass Gott der Herr die homosexuelle Lebensweise für die Bestimmung dieser Menschen hält", sagte Rentzing. Als neuer Landesbischof werde er dennoch zu dieser Regelung stehen. "Das gehört zu der Last, die ein Bischof tragen muss. Man steht dann für Dinge ein, bei denen man teilweise theologisch anderer Auffassung ist."

Rentzing war im Mai von der Synode zum Nachfolger von Jochen Bohl gewählt worden und wird am kommenden Samstag feierlich ins Amt eingeführt.

dpa

Kommentare