Mysteriöser Todesfall

Hund nach Crufts-Schau vergiftet?

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Der mysteriöse Tod eines Irish Setters namens Jagger nach einer Hundeshow hat in Großbritannien für große Empörung und Anteilnahme ausgelöst.

London - Der mysteriöse Tod eines Irish Setters namens Jagger nach einer Hundeshow hat in Großbritannien für große Empörung und Anteilnahme ausgelöst. Die Besitzer des Hundes, der kurz nach der Teilnahme an der renommierten englischen Crufts-Schau gestorben ist, glauben an eine heimtückische Vergiftung des Tieres.

War es der Neid anderer Hundebesitzer, weshalb Jagger sterben musste? Jagger sei offenbar mit vergiftetem Rindfleisch bei der Veranstaltung im englischen Birmingham gefüttert worden, erklärte die Miteigentümerin Dee Milligan-Bott am Sonntag. Sie habe daher die Polizei eingeschaltet.

Der dreijährige Jagger, dessen offizieller Name Thendara Satis-faction lautet, verstarb nach seiner Rückkehr in seiner Heimat Belgien. Das Tier hatte bei dem Wettbewerb den zweiten Platz in seiner Klasse gewonnen, 26 Stunden später sei er gestorben, teilte der Veranstalter The Kennel Club mit. „Der Club ist tief schockiert und traurig“, erklärte Organisatorin Caroline Kisko. Zugleich betonte der Veranstalter aber, dass die vollständigen Ergebnisse der Toxikologieuntersuchung erst kommende Woche vorlägen, sodass bisher keine Klarheit über die Todesursache bestehe.

Die Besitzer zeigten sich dagegen von einer Vergiftung überzeugt: Eine Tierärztin habe im Hundemagen „Fleischbrocken“ vom Rind gefunden, die „vergiftet“ gewesen seien, sagte Mitbesitzer Jeremy Bott der BBC. Bott wollte jedoch noch nicht von einem gezielten Anschlag sprechen.

Möglicherweise sei es auch die Tat eines Hundehassers oder einen Crufts-Gegners gewesen.

Insgesamt nehmen an dem seit 1891 abgehaltenen Wettbewerb Crufts fast 22.000 Hunde teil, davon knapp 3000 aus dem Ausland. Zwar ist das Preisgeld bei der traditionsreichen Schau mit gerade einmal 100 Pfund (140 Euro) eher mager, doch können die Besitzer mit ausgezeichneten Hunden viel Geld mit der Zucht verdienen. Angesichts des harten Wettbewerbs wächst die Sorge, dass Besitzer mit schmutzigen Tricks versuchen, die Konkurrenz auszuschalten. 2004 erkrankte ein Dobermann kurz vor dem Wettbewerb, nachdem ihm ein Beruhigungsmittel ins Futter gemischt worden war. In anderen Fällen wurden Konkurrenten Kaugummis ins Fell geschmiert oder dem Futter Abführmittel beigemischt. „Während der Schau ist es relativ einfach, einen Hund zu füttern, wenn man ihn vergiften will“, sagte Jeremy Bott.

Von Daniel-Karl Jahn

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